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«Die Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst,
durch Nichtgebrauch dahinschwindet.»
Carl Friedrich von Weizsäcker
Freie Schulwahl
Ceterum Censeo | 30. April 2008Freie SchulwahlDie Elternlobby Schweiz ist zurzeit im Kanton Basel-Landschaft auf Werbetour für ihre Bildungs-Initiative. Die in Rekordzeit lancierte Verfassungsinitiative fordert die freie Schulwahl: Eltern sollen wählen können, ob ihre Kinder in eine öffentliche oder private Schule gehen.

Der Unterricht an nichtstaatlichen Schulen soll Kantonseinwohnern neu finanziert werden, sofern der Zugang ohne ethnische, religiöse und finanzielle Einschränkung gewährleistet ist. Die Höhe der Finanzierung richtet sich nach den Durchschnittskosten der öffentlichen Schulen. Wann die Baselländer über die Initiative "Bildungsvielfalt“ abstimmen werden, steht noch nicht fest, frühestens aber im September.

Die Reformdiskussion über ein effektives und zeitgemässes Schul- und Bildungssystem wird im Sog des Hamonisierungsartikels intensiv geführt. Neben staatlichen Reformvorhaben gewinnen zunehmend auch liberale Ideen an Boden. Analoge Volksbegehren zur erwähnten Initiative sind bereits in rund zehn anderen Kantonen – darunter Zürich und der Aargau – in Vorbereitung. In vier oder fünf Kantonen soll noch 2008 die Unterschriftensammlung beginnen.

weiterführende Links:

»» "Ja, Bildungsvielfalt für alle" (Initiative der Elternlobby Schweiz)

»» "Im Namen der Eltern" (Artikel von Martin Beglinger, Das Magazin, 10. März 2007)

»» "Freie Schulwahl: Einfache Idee, schwierige Umsetzung" (von Kathrin Meier-Rust, NZZ am Sonntag, 4. Mai 2008)

»» "Die freie Schulwahl gibt es längst - nur nicht für alle" (von Felix E. Müller, NZZ am Sonntag, 4. Mai 2008)

»» "Initiativen für freie Schulwahl im ganzen Land" (Artikel von Markus Häfliger, NZZ am Sonntag, 27. April 2008)

»» "Baustelle Bildungswesen" (Civitas, Zeitschrift für Gesellschaft und Politik, 3/4 2008)

»» "Bildungsvielfalt - Testlauf für die übrige Schweiz" (Position Baselländer Lehrerverband, Bildung Schweiz, April 2007) 
 

Hinweis:
Der Beirat des Vereins Zivilgesellschaft wird am 29. Oktober 2008 zum Thema "Schulen für morgen – Schulen von morgen – Schulen der Zukunft" tagen.

 
Ceterum Censeo | 3. Februar 2012 Vom Sonderfall zum ungeliebten Musterknaben: Gedanken zu den Standortvorteilen der Schweiz im taumelnden Europa Die Schweiz ist aktuell in einer besseren wirtschaftlichen Verfassung als viele andere Staaten. Auch die Finanzkrise vor drei Jahren bewältigte die Schweiz quasi im Eilzugtempo, während sich die Wirtschaft vieler Staaten jetzt noch auf der Kriechspur befindet. Sprach man früher vom Sonderfall Schweiz, passt heute eher der Begriff des Musterknaben für unsere spezielle Stellung. Sind Sonderfälle noch gelitten, werden Musterknaben selten geliebt, häufiger beneidet. Die Angriffe auf unsere Standortvorteile – Finanzplatz und Steuerfragen – führten den Unmute anderer Länder deutlich vor Augen. Das wirft die Frage auf, wo denn eigentlich unsere Vorteile heute noch liegen und wie stark diese gefährdet sind.

 
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