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Die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft |
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Ceterum Censeo | 19. März 2008Die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft Das Kompetenzzentrum „Energy Science Center“ (ECS) der ETH Zürich verabschiedet sich von der „2000-Watt-Gesellschaft“. Ohne Wohlstandsverlust lasse sich dieses Fernziel nicht erreichen, begründet Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, den Kurswechsel seines Instituts.
„1-Tonne-CO2-Gesellschaft“ lautet das neue Ziel. Um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, müsse der CO2-Ausstoss pro Kopf und Jahr langfristig auf eine Tonne gesenkt werden, heisst es im neuen Strategiepapier der ETH. Die ehemals propagierte 2000-Watt-Gesellschaft sei lediglich als Metapher für den weltweit reduzierten Energiebedarf zu verstehen.
Das Emissionsziel von einer Tonne CO2 entspricht den Vorgaben des Weltklimarats IPCC für Kohlendioxide und ist laut den ETH-Forschenden sehr ehrgeizig. Aber nicht hoffnungslos. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts könnte es weltweit erreicht werden. Voraussetzung hierfür sei die konsequente Umsetzung einer Energiestrategie, die auf drei Pfeilern beruht: Effizienzsteigerung, erneuerbare Energien, Elektrifizierung.
Die Quintessenz dieser Strategie: Nicht der Energieverbrauch soll gesenkt werden, sondern in erster Linie die CO2-Intensität der verbrauchten Energie. Die CO2-arme Elektrizität wird sich nach Meinung der Forscher als eigentliches Rückgrat eines nachhaltigen Energiesystems etablieren. Entsprechend gewichten die ETH-Forscher gezielte Investitionen in zukunftsträchtige und finanzierbare Technologien höher als das reine Sparen. Gleichzeitig betonen sie, dass die neue Strategie im Einklang mit der Vision der „2000-Watt-Gesellschaft“ stehe (Stichwort Energieeffizienz).
Um das Ziel einer Ressourcen schonenderen Gesellschaft zu erreichen, braucht es eine Verhaltensänderung der Zivilgesellschaft. Beide Begriffe, die „2000-Watt-Gesellschaft“ und die „1-Tonne-CO2-Gesellschaft“, sind somit nichts weniger als langfristige Wegweiser für mehr Eigenverantwortung.
weiterführende Links:
»» "Fernziel ist die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft" (ETH-Kompetenzzentrum ESC, Medienmitteilung, 25. Februar 2008)
»» "Energiestrategie für die ETH Zürich" (Energy Science Center ECS, Februar 2008)
»» "Energie-Spiegel - Facts für die Energiepolitik von Morgen" (Paul Scherrer Institut PSI, Nr. 18, April 2007)
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Ceterum Censeo | 3. Februar 2012 Vom Sonderfall zum ungeliebten Musterknaben: Gedanken zu den Standortvorteilen der Schweiz im taumelnden Europa Die Schweiz ist aktuell in einer besseren wirtschaftlichen Verfassung als viele andere Staaten. Auch die Finanzkrise vor drei Jahren bewältigte die Schweiz quasi im Eilzugtempo, während sich die Wirtschaft vieler Staaten jetzt noch auf der Kriechspur befindet. Sprach man früher vom Sonderfall Schweiz, passt heute eher der Begriff des Musterknaben für unsere spezielle Stellung. Sind Sonderfälle noch gelitten, werden Musterknaben selten geliebt, häufiger beneidet. Die Angriffe auf unsere Standortvorteile – Finanzplatz und Steuerfragen – führten den Unmute anderer Länder deutlich vor Augen. Das wirft die Frage auf, wo denn eigentlich unsere Vorteile heute noch liegen und wie stark diese gefährdet sind.
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