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Medienmitteilung vom 12. November 2007 |
150 Entscheidungsträger nahmen am Kolloquium des Vereins Zivilgesellschaft zum Thema „Jugend“ vom 9. bis 10. November 2007 in Ermatingen teil
Hauptreferenten waren die deutsche Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, ETH-Ratspräsident Alexander J. B. Zehnder und der Präsident der Jacobs-Stiftung Christian Jacobs
Zürich, 12. November 2007. Der Verein Zivilgesellschaft hielt sein jüngstes zweijährliches Kolloquium vom 9. bis 10. November 2007 im Wolfsberg-Konferenzzentrum in Ermatingen zum Thema „Jugend“.
Über 150 qualifizierte Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur debattierten über die Herausforderungen für die junge Generation und analysierten Perspektiven, Probleme und Chancen.
In ihrem Referat wies Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen darauf hin, dass Werte wie Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein besonders ausgeprägt bei den Jugendlichen seien.
Allerdings befinden sich heute nur noch in 25 Prozent der deutschen Haushalte junge Menschen unter 18 Jahre, obwohl sich eine Mehrheit Kinder wünschen. „Wir müssen Strukturen schaffen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern“, erklärte Ursula von der Leyen. Das sei angesichts des Weltwettbewerbs um die klügeren Köpfe auch eine Notwendigkeit.
Für ETH-Ratspräsident Prof. Dr. Alexander J. B. Zehnder müsse der Staat entweder mehr Mittel zur Verfügung des Bildungs- und Forschungswesen stellen oder Freiräume für ein unternehmerisches Umfeld schaffen. „Hier fehlt allerdings der Mut, grosse Schritte zu machen“, stellte er fest. Die Schweiz soll zu den Besten gehören, so Zehnder, „sonst können wir das Land zumachen.“
Der Präsident der Jacobs-Stiftung Dr. Christian Jacobs zeigte anhand konkreter Beispiele, wie privat-öffentliche Partnerschaften zur Lösung gesellschaftlicher Probleme in Bezug auf die Jugend beitragen können. Dabei sei eine gelebte Vernetzung von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft unumgänglich, was die Jacobs-Stiftung durch bestimmte Programme an der Jacobs Universität Bremen und an der Universität Zürich fördert.
Weitere Informationen über die Veranstaltung erhalten Sie auf www.zivilgesellschaft.ch.
Über den Verein Zivilgesellschaft
Im 1996 gegründeten Verein Zivilgesellschaft haben sich Exponenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammengefunden, um gemeinsam einen Diskurs innerhalb der Gesellschaft zu initiieren.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine zivile Streitkultur nicht nur zu fördern, sondern auch als Basis für eine friedfertige Austragung sozialer Herausforderungen zu propagieren: Hinhören, was andere sagen, offen sein für Debatten und den Mut haben zu unkonventionellen Ideen – diesem Leitmotiv möchte der Verein folgen.
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Ceterum Censeo | 3. Februar 2012 Vom Sonderfall zum ungeliebten Musterknaben: Gedanken zu den Standortvorteilen der Schweiz im taumelnden Europa Die Schweiz ist aktuell in einer besseren wirtschaftlichen Verfassung als viele andere Staaten. Auch die Finanzkrise vor drei Jahren bewältigte die Schweiz quasi im Eilzugtempo, während sich die Wirtschaft vieler Staaten jetzt noch auf der Kriechspur befindet. Sprach man früher vom Sonderfall Schweiz, passt heute eher der Begriff des Musterknaben für unsere spezielle Stellung. Sind Sonderfälle noch gelitten, werden Musterknaben selten geliebt, häufiger beneidet. Die Angriffe auf unsere Standortvorteile – Finanzplatz und Steuerfragen – führten den Unmute anderer Länder deutlich vor Augen. Das wirft die Frage auf, wo denn eigentlich unsere Vorteile heute noch liegen und wie stark diese gefährdet sind.
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