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«Verstehen kann man das Leben nur rückwärts.
Leben muss man es vorwärts.»
Sören Kierkegaar
Bestehender Reformbedarf in der Schweiz
Ceterum Censeo | 12. Nov. 2007 Bestehender Reformbedarf in der SchweizObwohl die Schweiz seit 2004 ein kräftiges Wirtschaftswachstum verzeichnet hat, sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weiteren Reformbedarf. Die Schweizer Wirtschaft braucht mehr Konkurrenz, mehr Integration und tiefere Sozialausgaben, wenn sie weiter wachsen will.

Um das momentane Wirtschaftswachstum beizubehalten, schlägt die OECD Reformen insbesondere in drei Bereichen vor. Als erstes müsse die laufende Erhöhung der Sozialausgaben gestoppt werden. Um dies zu erreichen, sollen laut OECD die Bezüger von Invalidenrenten (IV) mehr dazu ermuntert werden, wieder zu arbeiten. Ausserdem müsse die Alters- und Hinterlassenen-Versicherung (AHV) sich an die demographische Entwicklung anpassen. Tue sie dies nicht, erleide sie ab 2015 einen Verlust, heisst es im Bericht.

Weiter fordert die OECD eine stärkere Konkurrenz auf den Produktmärkten, um die Produktivität zu steigern und die Preise zu senken. Die ergriffenen Massnahmen, um die Hindernisse für die Konkurrenz aufgrund der Produktmärkteregelung abzuschaffen, müssten verstärkt werden. Die aktuellen Bedingungen auf dem Markt der Netzanbieter wie Eisenbahn, Telekommunikation, Post oder Elektrizität garantierten Neueinsteigern nicht, dass sie von den langjährigen Betreibern nicht diskriminiert werden. Der Bericht schlägt deshalb eine Verstärkung der Macht und der Mittel der Wettbewerbskommission vor. In der Landwirtschaft fordert die OECD die Abschaffung der Produktionssubventionen sowie der Hindernisse beim Strukturwandel im Bodenrecht.

Zu guter Letzt müsse die Schweiz den Einwanderern die Möglichkeit geben, bessere Resultate auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen und ihr Humankapital besser zu entwickeln.

»» OECD Economic Survey of Switzerland 2007

»» Wirtschaftsaufschwung: Nur mit Reformen dauerhaft (Medienmitteilung vom SECO)
 


Ceterum Censeo | 23. Juli 2014
Eine Schweiz im urbanen Wandel: Aufkeimende Wachstumsängste und steigendes Unbehagen

Die Schweiz wächst. Bereits wurde die Bevölkerungsgrenze von 8‘000‘000 durchbrochen. 2050 könnten es womöglich bereits 10‘000‘000 Menschen sein, die hier leben. Als Folge des Wachstums steigt der Druck auf die Politik, Massnahmen gegen den Landverlust und zum Schutze der Natur zu ergreifen. Dem Wunsch der Bevölkerung ist nachzukommen, bereits liegen ja auch Volksentscheide dazu vor. Dabei stellt sich die Frage, wie dies im Einklang mit den wirtschaftlichen Interessen und den Eigentumsrechten geschehen kann.

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