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Ceterum Censeo | 2. Nov. 2007 Arbeitsparadies SchweizIn der Schweiz hat die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Rekordstand erreicht. Mehr als 4,1 Millionen Menschen gehen einer Arbeit nach.
Im Zuge der guten Konjunktur hat die Zahl der Teilzeitbeschäftigten überdurchschnittlich zugenommen, namentlich bei den Frauen. In Europa arbeiten nur in den Niederlanden mehr Menschen teilzeit als in der Schweiz.
In der Zahl von 4,1 Mio. Beschäftigten nicht enthalten sind Grenzgänger, Kurzaufenthalterinnen und Asylsuchende.
Wegen diesem Rekordstand stieg die Erwerbstätigenquote bei den 15- bis 64-Jährigen von 77,9 auf 78,6%. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbslosen um 7,6% ab und lag bei 156'000.
Die gute Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt kommt auch beim Rückgang der Erwerbslosenquote zum Ausdruck.
Sie sank gemäss der jüngsten Arbeitskräfte-Erhebung innert Jahresfrist von 4 auf 3,6%. Im Übrigen ging die Anzahl Personen, die wegen Familien- oder Hausarbeit nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen, um 3,7% oder 12'000 Personen zurück und lag neu bei 307'000 Personen.
Weiter zugenommen hat die Zahl der Teilzeitbeschäftigten, und zwar um 28'000 oder 2,2% auf 1,256 Millionen.
Somit arbeitete im zweiten Quartal 2007 fast ein Drittel (32,3%) aller Erwerbstätigen teilzeit.
Eine grosse Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verfügt über einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Nachdem ihr Anteil seit Ende der Neunzigerjahre langsam, aber stetig zurückgegangen war (1997: 93,9%; 2006: 91,6%), nimmt er nun wieder zu und liegt im zweiten Quartal 2007 bei 92,4%.
»» Medienmitteilung des Bundesamt für Statistik (02.11.2007)
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Ceterum Censeo | 3. Februar 2012 Vom Sonderfall zum ungeliebten Musterknaben: Gedanken zu den Standortvorteilen der Schweiz im taumelnden Europa Die Schweiz ist aktuell in einer besseren wirtschaftlichen Verfassung als viele andere Staaten. Auch die Finanzkrise vor drei Jahren bewältigte die Schweiz quasi im Eilzugtempo, während sich die Wirtschaft vieler Staaten jetzt noch auf der Kriechspur befindet. Sprach man früher vom Sonderfall Schweiz, passt heute eher der Begriff des Musterknaben für unsere spezielle Stellung. Sind Sonderfälle noch gelitten, werden Musterknaben selten geliebt, häufiger beneidet. Die Angriffe auf unsere Standortvorteile – Finanzplatz und Steuerfragen – führten den Unmute anderer Länder deutlich vor Augen. Das wirft die Frage auf, wo denn eigentlich unsere Vorteile heute noch liegen und wie stark diese gefährdet sind.
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