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«Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.»
Albert Einstein
Ceterum Censeo | 10. Sept. 2007 Dynamischer Arbeitsmarkt Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz beträgt zurzeit nur noch 2,6%, bei weitem eine der tiefsten Quoten in Europa. Dies bei einer rekordhohen Beteiligungsquote und nachhaltiger Einwanderung von qualifizierten EU-Arbeitskräften, vor allem aus Deutschland. Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt sich also weiterhin als einer der dynamischsten und integrativsten Beschäftigungsmärkte im internationalen Vergleich.

Die Gründe der vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit in unseren europäischen Nachbarländern sind bekannt: vom Staat veranlasste bzw. abgesegnete Rigiditäten wie zentralisierte Lohnverhandlungsprozesse, strenge Arbeitszeitregulierungen, exzessiver Kündigungsschutz und fixierte Mindestlöhne verhindern die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und vernichten existierende Arbeit aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Übertrieben ausgebaute Wohlfahrtstaatssysteme setzen falsche Anreize und tragen mit der entsprechenden Steuer- und Abgabenlast ebenfalls dazu bei, die Leistungsbereitschaft und die Arbeitsmoral zu senken.

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist demgegenüber relativ freiheitlich organisiert. Arbeitnehmer und Arbeitgeber regeln ihre Verhältnisse vertraglich, individuell und flexibel. Die akuten Probleme bei der Invalidenversicherung, die mit falschen Anreizen eine zunehmende Zahl von Arbeitsfähigen aus dem Arbeitsmarkt ausgesteuert hat, deuten darauf hin, dass auch bei uns Tendenzen zu sozialstaatlichen Übertreibungen bestehen könnten.

»» Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO): „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im August 2007“ (06.09.2007)

»» Analyse des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes: "Gute Wirtschaftslage erfordert deutliche Lohnerhöhung" (31.08.2007)

»» Analyse des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes: "Beschäftigung im Wachstumsschub" (23.08.2007)

»» Studie der Credit Suisse Economic Research: "Jugendarbeitslosigkeit als Ergebnis einer anderen Nachfrage nach Arbeit?" (Juli 2006)

 


Ceterum Censeo | 23. Juli 2014
Eine Schweiz im urbanen Wandel: Aufkeimende Wachstumsängste und steigendes Unbehagen

Die Schweiz wächst. Bereits wurde die Bevölkerungsgrenze von 8‘000‘000 durchbrochen. 2050 könnten es womöglich bereits 10‘000‘000 Menschen sein, die hier leben. Als Folge des Wachstums steigt der Druck auf die Politik, Massnahmen gegen den Landverlust und zum Schutze der Natur zu ergreifen. Dem Wunsch der Bevölkerung ist nachzukommen, bereits liegen ja auch Volksentscheide dazu vor. Dabei stellt sich die Frage, wie dies im Einklang mit den wirtschaftlichen Interessen und den Eigentumsrechten geschehen kann.

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