|
Ceterum Censeo | 24. Juni 2009Stärkung der Zivilgesellschaft anstelle von Kirchturmpolitik Nach einem erdrückenden Nein des Eidgenössischen Parlaments kommt die Minarett-Initiative in einigen Monaten vors Volk. Die Initianten des Volksbegehrens schlagen vor, der Bundesverfassung einen einzigen Satz hinzuzufügen: „Der Bau von Minaretten ist verboten.“
Für sie ist klar, dass ein Turm bei oder an einer Mosche den Machtanspruch des Islams symbolisiert. Und diese Symbolik gelte es in der Schweiz zurückzudrängen. Befürworter dieser Initiative sehen fremde Religionen als kulturelle Gefahr oder sie befürchten gar, dass unsere in der Verfassung festgeschriebene abendländische Gesellschafts- und Rechtsordnung in Frage gestellt werden könnte. Minarette seien "die Bajonettspitze des islamischen Extremismus". Schliesslich wird auch argumentiert, dass Christen in moslemischen Ländern teilweise diskriminiert seien. Offen bleibt, was sich bei Annahme der Volksinitiative an diesen vermeintlichen Problemen tatsächlich ändern würde.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 8. Mai 2009Europäische Werte - Kinderleicht? Welche Werte tatsächlich für unsere europäische Gesellschaft typisch sind und welche Bedeutung ihnen heute und in Zukunft zukommt, dürfte nicht ganz einfach zu definieren sein. Zunächst wäre wohl zu klären, ob und wie weit die europäische Gesellschaft abseits von formalpolitischer und wirtschaftlicher Einheit überhaupt eine einheitliche kulturelle Identität besitzt. Die Frage positiv beantwortet vorausgesetzt, wäre sodann zu bestimmen, wie diese charakterisiert werden kann. Worüber definiert sich "Europa" als führende westliche Kultur überhaupt? Daraus könnte dann abgeleitet werden, welche typischen Merkmale die europäische oder westliche Kultur ausmachen und auf welche Werte diese Merkmale sich abstützen.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 27. März 2009Quid pro quo fordern die "Indianer" Die Geschehnisse der letzten Wochen gleichen einer Groteske um Peitschen, schwarze Listen und Indianer. Doch zum Lachen ist hierzulande niemandem zu Mute. Zu bedeutend ist der Finanzplatz für die Schweizer Volkswirtschaft. Der harsche Umgangston und die teilweise absurden sowie deplatzierten Aussagen unserer europäischen Nachbarn frappieren aber auch deshalb, weil die unverfrorenen Drohgebärden letzen Endes nichts anderes als einen frontalen Angriff auf die Souveränität der Schweiz darstellen.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 6. Februar 2009Europa eine Seele geben „Ach, Europa“, hat Thomas Mann unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges geschrieben und meinte dieses unheilvolle europäische Abendland, dass sich in Kriegen und unvorstellbarer Barbarei selbst auszurotten und auszubluten drohte. Was für ein Kontrast bildet dieses „alte“ Europa längst - und hoffentlich für immer - vergangener Zeiten zum Europa dieser Tage, in dem aus erbitterten Feinden Nachbarn, ja gar Partner geworden sind. Da muss ein europäisches Wunder geschehen sein.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 9. Januar 2009Zur Bolognareform: Vor- und Nachteile der Harmonisierung Gleich wie beim "Harmos"-Konkordat befindet sich die Schweiz auch bei der Umsetzung der Bolognareform in einem gewissen Dilemma: Dem wechselseitigen Spannungsfeld zwischen Standardisierung und föderalistischem Wettbewerb.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 5. Dezember 2008Wir sind, was wir wissen Die Heftigkeit und Vehemenz mit der jüngst in verschiedenen Kantonen die Debatte um das „Harmos“-Konkordat geführt worden ist, zeugt nicht zuletzt von einem gewissen Reformstau im Bildungsbereich. Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahren eine enorme Dynamik erfahren, die Welt wird zusehends komplexer und das viel kolportierte Schlagwort der Globalisierung nimmt immer konkretere Formen an. Dieser rasanten Entwicklung unserer Lebensumstände stehen nicht nur, aber auch die Bildungsinstitutionen zunehmend etwas ratlos gegenüber.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 2. Oktober 2008Zukunft unserer MilizarmeeNach Art. 58 BV ist die Schweizer Armee grundsätzlich nach dem Milizprinzip organisiert. Über dieses Milizprinzip wird heute im Zuge der aktuellen Armee-Debatte wieder vermehrt diskutiert. Diese Diskussion zu führen ist richtig und wichtig. Zu den dem Staat geschuldeten Bürgerpflichten bedarf es eines regelmässigen offenen und umfassenden Diskurses.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 28. August 2008KernenergiedebatteIn der Schweiz hat die Diskussion über die Kernenergie wieder an Intensität zugelegt. Auslöser hierfür ist die sich anbahnende Stromversorgungslücke: Ab 2020 nähern sich die drei dienstälteren Kernkraftwerke Beznau-1, Beznau-2 und Mühleberg dem Ende ihrer wirtschaftlichen Betriebsdauer und müssen ersetzt werden. Gleichzeitig werden auch die Lieferverträge mit Frankreich nach und nach auslaufen.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 20. Juni 2008Wie viel Wettbewerb verträgt das Bildungswesen?Mit dem Projekt Harmos der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) sollen dereinst die Kantone die Vorgaben des neuen Bildungsartikels erfüllen. Das Ziel von Harmos ist nicht nur die gesamtschweizerische Vereinheitlichung der äusseren Strukturen der obligatorischen Schule. Harmos strebt auch eine Qualitätssteigerung und -kontrolle der Volksschulen an. Auf Ende 2008 rechnet die EDK mit den nötigen zehn beigetretenen Kantonen für eine Inkrafttretung des Konkordates; es sei denn, dass kantonale Referenden diese Planung über den Haufen werfen.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 30. April 2008Freie SchulwahlDie Elternlobby Schweiz ist zurzeit im Kanton Basel-Landschaft auf Werbetour für ihre Bildungs-Initiative. Die in Rekordzeit lancierte Verfassungsinitiative fordert die freie Schulwahl: Eltern sollen wählen können, ob ihre Kinder in eine öffentliche oder private Schule gehen. |
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 19. März 2008Die 1-Tonne-CO2-Gesellschaft Das Kompetenzzentrum „Energy Science Center“ (ECS) der ETH Zürich verabschiedet sich von der „2000-Watt-Gesellschaft“. Ohne Wohlstandsverlust lasse sich dieses Fernziel nicht erreichen, begründet Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, den Kurswechsel seines Instituts.
„1-Tonne-CO2-Gesellschaft“ lautet das neue Ziel. Um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, müsse der CO2-Ausstoss pro Kopf und Jahr langfristig auf eine Tonne gesenkt werden, heisst es im neuen Strategiepapier der ETH. Die ehemals propagierte 2000-Watt-Gesellschaft sei lediglich als Metapher für den weltweit reduzierten Energiebedarf zu verstehen.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 6. Feb. 2008Schweizer Klima- und Energiepolitik bis 2050: Lenkungsabgabe vs. EmissionshandelDer Bundesrat ist sich uneins über die Ausgestaltung der schweizerischen Klima- und Energiepolitik. Der Umweltminister liebäugelt mit einer umfassenden CO2-Abgabe. Die bürgerlichen Bundesräte und die Wirtschaft argumentieren, Klimamassnahmen seien kostengünstiger und effizienter im Ausland zu finanzieren. Voraussichtlich am 20. Februar will der Bundesrat darlegen, mit welchen klimapolitischen Massnahmen und Gesetzesänderungen er das sogenannte Vier-Pfeiler-Konzept (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Grosskraftwerke und Energie-Aussenpolitik) umzusetzen gedenkt.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 23. Jan. 2008 Rückkehr zur Leistungsgesellschaft!Allzu viele Schweizerinnen und Schweizer sind verwöhnt. Man will ohne grosse Anstrengung gut leben, sucht die absolute Sicherheit von der Wiege bis zur Bahre und ist nicht bereit, seinen Beitrag zum Funktionieren des Gemeinwesens zu leisten. Über Rechte und Ansprüche wird geredet und gestritten, die Übernahme von Pflichten aber ist verpönt. Die direkte Folge: Das Milizsystem ist in der Krise.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 7. Dez. 2007 Schweiz erst 24. im SteuerwettbewerbIm globalen Vergleich liegt die Schweiz bezüglich der Gesamthöhe der von Unternehmen zu tragenden Steuern in Prozenten des Geschäftsgewinns erst auf Platz 24 von 178 untersuchten Länder, gemäss der neusten Studie von PwC und der Weltbank.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 19. Nov. 2007 Planwirtschaft versagt im Gesundheitswesen«Weniger staatliche Planwirtschaft, mehr Spielraum und Eigenverantwortung für Therapeuten und Patienten.» So lautet das Fazit eines Symposiums der Vereinigung Pulsus von Anfang November in Bern. Die Versicherten sind durchaus bereit mehr
Verantwortung zu übernehmen, wie eine repräsentative Umfrage von Pulsus zeigt.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 12. Nov. 2007 Bestehender Reformbedarf in der SchweizObwohl die Schweiz seit 2004 ein kräftiges Wirtschaftswachstum verzeichnet hat, sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weiteren Reformbedarf. Die Schweizer Wirtschaft braucht mehr Konkurrenz, mehr Integration und tiefere Sozialausgaben, wenn sie weiter wachsen will.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 7. Nov. 2007 Verfehlte Moral im SozialstaatIm Spannungsverhältnis von Rechtsstaat und Sozialstaat ist ein Diskurs über Umfang und Ausgestaltung der sozialstaatlichen Garantien nötig. Im folgenden Beitrag verweist Gerichtsschreiberin Dr. Alexia Heine darauf, dass eine moralische Rechtfertigung der Sozialpolitik fehlgeht.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 2. Nov. 2007 Arbeitsparadies SchweizIn der Schweiz hat die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Rekordstand erreicht. Mehr als 4,1 Millionen Menschen gehen einer Arbeit nach.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 10. Okt. 2007 Lehrlinge rentierenWer Lehrlinge ausbildet, macht vorwärts. Dies ist das Fazit der
zweiten Kosten-Nutzen-Studie, welche die Forschungsstelle für
Bildungsökonomie der Universität Bern im Auftrag des Bundesamtes für
Berufsbildung und Technologie (BBT) verfasst hat. In
Zahlen ausgedrückt: Im Schnitt bringt ein Lehrling in der Ausbildung
seinem Lehrbetrieb einen produktiven Ertrag von knapp 30'000 Franken.
Auf der Kostenseite schlagen Investitionen des Lehrbetriebs von 27'000
zu Buche.
|
|
Read more...
|
|
|
Ceterum Censeo | 10. Sept. 2007 Dynamischer Arbeitsmarkt Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz beträgt zurzeit nur noch 2,6%, bei weitem eine der tiefsten Quoten in Europa. Dies bei einer rekordhohen Beteiligungsquote und nachhaltiger Einwanderung von qualifizierten EU-Arbeitskräften, vor allem aus Deutschland. Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt sich also weiterhin als einer der dynamischsten und integrativsten Beschäftigungsmärkte im internationalen Vergleich. |
|
Read more...
|
|